Abschlüsse: Weiterbildungsabschluss für reglementierte Berufe

Abschluss für Berufe, die nur mit einer bestimmten Qualifikation ausgeübt werden dürfen oder bei denen die Berufsbezeichnung geschützt ist. Reglementierte Berufe gibt es vor allem in den Bereichen Gesundheit, Vermögenssorge und Rechtsberatung, Baugewerbe und Ingenieurswesen. Die Reglementierung ergibt sich aus den für den jeweiligen Beruf einschlägigen Rechtsgrundlagen. Das können Gesetze oder Rechtsverordnungen, bundes- oder landesrechtliche Vorschriften sein. Nicht alle Abschlüsse für reglementierte Berufe sind staatlich anerkannt.

Was sind Weiterbildungsabschlüsse für reglementierte Berufe?

Das sind Abschlüsse für Berufe, die nur mit einer bestimmten Qualifikation ausgeübt werden dürfen oder bei denen die Berufsbezeichnung geschützt ist. Damit sollen Bürger vor nicht ausreichend qualifizierten Dienstleistern geschützt werden. Berufe, die solch eine besondere Erlaubnis erfordern, werden reglementiert oder auch reguliert genannt. Es gibt sie vor allem in den Bereichen Gesundheit, Vermögenssorge und Rechtsberatung, Baugewerbe und Ingenieurswesen. Die Reglementierung ergibt sich aus den für den jeweiligen Beruf einschlägigen Rechtsgrundlagen. Das können Gesetze oder Rechtsverordnungen, bundes- oder landesrechtliche Vorschriften sein.

Welche Abschlüsse gibt es?

In Deutschland gibt es rund 150 reglementierte Berufe, die nur mit einer besonderen Erlaubnis ausgeübt werden dürfen. Einige reglementierte Berufe können direkt durch eine Berufsausbildung erreicht werden, zum Beispiel der Beruf des Altenpflegers. Andere erfordern nach Ausbildung oder Studium den Abschluss einer zusätzlichen, darauf aufbauenden Qualifikation. Dazu zählen zum Beispiel Abschlüsse zum Facharzt, zum Psychologischen Psychotherapeuten, zum Augenoptiker-, zum Dachdecker- und zum Straßenbauermeister. Die dritte Variante sind Abschlüsse nach einer Sach- und Fachkundeprüfung, zum Beispiel für Berufe im Bewachungsgewerbe oder für Finanzanlagenvermittler. Diese Abschlüsse sind nicht staatlich anerkannt.

TIPP:

Eine Übersicht über die rund 150 reglementierten Berufe in Deutschland finden Sie bei der Europäischen Kommission.

Ist für den Abschluss eine Prüfung zu absolvieren?

Ja. Eine Prüfung ist obligatorisch.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden?

Das ist je nach Beruf unterschiedlich. Es gibt jeweils eigene Regelungen. Zum Beispiel:

  • Fachärzte: Es gelten die Weiterbildungsordnungen der zuständigen Landesärztekammern, die in der Regel auf der Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer  basieren.
  • Psychologische Psychotherapeuten: Maßgeblich ist das Psychotherapeutengesetz.
  • Finanzanlagenvermittler: Es gilt die Gewerbeordnung§34f, die zwar keine Voraussetzungen für die Prüfung formuliert, dafür aber die Qualifikationen benennt, die notwendig sind, um die Tätigkeit ausüben zu dürfen.

Wer nimmt die Prüfung ab und kann man sie überall in Deutschland ablegen?

Das ist je nach Beruf unterschiedlich. Angaben dazu sollten in der jeweiligen Rechtsgrundlage zu finden sein.

Wie und wo können sich Interessierte auf die Abschlussprüfung vorbereiten?

Je nach Beruf ist das sehr unterschiedlich. Entsprechende Weiterbildungen bieten zum Beispiel private Bildungsinstitute oder auch Kammern an.  

Wie lange dauern die Weiterbildungen, die zur Prüfung führen?

Das variiert je nach Beruf. Facharzt-Weiterbildungen und Ausbildungen zum Psychologischen Psychotherapeuten dauern zum Beispiel mehrere Jahre. Der Rahmenlehrplan vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag für den Geprüften Finanzanlagenfachmann IHK empfiehlt 255 Unterrichtseinheiten.

Was für ein Dokument erhält man bei erfolgreichem Abschluss?

Absolventen erhalten ein Zeugnis oder ein Zertifikat.

Auf welchem Niveau des Deutschen Qualifikationsrahmens liegt der Abschluss?

Diese Abschlüsse sind nicht in den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) eingeordnet.