Abschlüsse: Abschluss vom Bildungsanbieter (Institutsinterner Abschluss)

Abschluss, den Teilnehmer nach einer durch den Bildungsanbieter selbst geregelten beruflichen Weiterbildung erreichen. Die Verantwortung für Konzeption und Durchführung der Weiterbildung  liegt bei der jeweiligen Bildungseinrichtung. Anbieter können zum Beispiel Volkshochschulen, Kammern, kommerzielle Bildungsinstitute oder Verbände sein. Diese Abschlüsse sind nicht staatlich anerkannt.

Was sind Abschlüsse einzelner Bildungsanbieter?

Das sind Abschlüsse, die Teilnehmer nach einer durch den Bildungsanbieter geregelten beruflichen Weiterbildung erreichen. Die Verantwortung für Konzeption und Durchführung der Weiterbildung  liegt bei der jeweiligen Bildungseinrichtung. Anbieter können zum Beispiel Volkshochschulen, Kammern, kommerzielle Bildungsinstitute oder Verbände sein. Erkennbar sind diese Abschlüsse oft daran, dass der Name des verantwortlichen Anbieters in Klammern hinter dem Abschlusstitel steht, zum Beispiel Geprüfter Betriebswirt (XYZ). Die Abkürzung steht dabei für den jeweiligen Bildungsanbieter.

ACHTUNG:

Aufgrund des „geprüft“ im Titel ist dieser Abschluss leicht mit gesetzlich geregelten und damit staatlich anerkannten Abschlüssen zu verwechseln, zum Beispiel mit dem Geprüften Betriebswirt (HwO) oder dem Geprüften Betriebswirt nach dem BBiG, bei denen die Prüfungsverordnungen auf der Handwerksordnungbzw. auf dem Berufsbildungsgesetzbasieren.

TIPP:

Wenn Sie auf einen staatlich anerkannten Abschluss aus sind, sollten Sie sich vor der Buchung der Weiterbildung beim Bildungsanbieter erkundigen, ob die Prüfung gesetzlich geregelt ist. Lassen Sie sich am besten auch die entsprechende Prüfungs- und Fortbildungsordnung nennen und aushändigen.

Für wen ist dieser Abschluss geeignet?

Die Abschlüsse eignen sich für Personen, die sich Kompetenzen in einem Bereich aneignen wollen. Das können sowohl fachliche Qualifikationen sein, zum Beispiel in Betriebswirtschaft, als auch überfachliche, zum Beispiel in einer Fremdsprache.

Ist für diesen Abschluss eine Prüfung zu absolvieren?

Nicht unbedingt. Jeder Bildungsanbieter regelt selbst, welche Leistungsnachweise von den Teilnehmern für das Erreichen des Abschlusses zu erbringen sind. In der Praxis sind das nicht immer Klausuren, sondern auch Hausaufgaben oder Präsentationen im Kurs.

Wie lange dauern Weiterbildungen, die zu diesem Abschluss führen?

Alles ist möglich. Die Weiterbildungen können einen Tag oder auch mehrere Monate dauern. Sie können als Präsenzunterrichtberufsbegleitend oder in Vollzeit stattfinden. Darüber hinaus gibt es auch viele Angebote für Fernunterricht. Fernlehrgänge müssen von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU)zugelassen sein.

Was für ein Dokument erhält man bei erfolgreichem Abschluss?

Absolventen erhalten in der Regel ein Zertifikat oder ein Zeugnis des Bildungsanbieters. Achtung: Anders als bei den gesetzlich geregelten Abschlüssen gibt es im nicht gesetzlich geregelten Bereich keinerlei Vorgaben, wann ein Zertifikat und wann ein Zeugnis zu vergeben ist und was auf den Abschlussdokumenten stehen sollte. Es gibt sogar Bildungsanbieter, die das Abschlussdokument mit „Diplom“ betiteln, obwohl es sich um keinen akademischen Abschluss handelt.

Auf welchem Niveau des Deutschen Qualifikationsrahmens liegen Nachweise von Bildungsanbietern?

In den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR)sind Abschlüsse von Bildungsanbietern bislang noch nicht eingeordnet.