Präsenzunterricht: Lernen in der Gruppe

Ein guter Präsenzunterricht lebt von der Abwechslung zwischen Vorträgen, Gesprächen und Übungen. So kann man sowohl Wissen erwerben als auch Kompetenzen trainieren. Für Menschen, die feste Lernzeiten in ihren Alltag einbauen können und gerne in einer Gruppe und unter Anleitung eines Dozenten lernen, sollte deshalb eine Präsenzveranstaltung die erste Wahl sein.

Was ist Präsenzunterricht?

Der Präsenzunterricht ist ein wenig wie Schule. Alle Lernenden finden sich zu einer festgelegten Zeit an einem bestimmten Ort mit ihrem Lehrer ein. Trotzdem sollte das Lernen in der Erwachsenenbildung nicht mit dem Schulunterricht verwechselt werden, denn es herrschen vollkommen andere Grundvoraussetzungen. Meist sind die Lerngruppen kleiner als Schulklassen, zudem sind die Fortbildungswilligen in der Regel sehr motiviert und lernen freiwillig. Die Kurse variieren in Länge und Umfang. Manche dauern nur wenige Stunden, andere mehrere Monate. Dabei gibt es verschiedene Zeitformate, etwa berufsbegleitende Angebote wie Abend- oder Wochenendkurse oder Kurse in Vollzeit wie Blockseminare oder längere Weiterbildungen mit regulären Unterrichtszeiten von montags bis freitags. Eine Präsenzveranstaltung kann eine Vorlesung sein, ein Seminar, ein Training, ein Workshop oder ein Kolloquium. In der abschlussorientierten Weiterbildung sind Präsenzkurse vorherrschend.

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Wie funktioniert Präsenzunterricht?

Präsenzkurse leben vom direkten Austausch zwischen den Teilnehmern mit ihrem Lehrer und natürlich auch den Lernenden untereinander. Wer etwas nicht versteht, kann unmittelbar nachfragen, strittige Punkte können in der Gruppe diskutiert werden. Übungen und gezieltes Training, Vorträge, Gruppenarbeiten und – wenn es thematisch passt – auch Rollenspiele wechseln sich bei guten Präsenzkursen ab. So lassen sich in einem Präsenzkurs sowohl Wissen sehr gut erwerben als auch Kompetenzen trainieren. Bei manchen Kursen gehören Hausaufgaben mit zum Konzept. Das Lehrmaterial wird je nach didaktischer Gestaltung vom Dozenten zur Verfügung gestellt, zum Teil müssen die Teilnehmer das Unterrichtsmaterial auch selbst kaufen.

Für wen ist Präsenzunterricht geeignet und für wen nicht?

Präsenzkurse sind, anders als E-Learning-Kurse, örtlich und zeitlich nicht flexibel. Dazu kommt, dass auch die Zeit für An- und Abreise zum Bildungsanbieter mit eingeplant werden muss. Für Menschen, die diese festen Zeiten in ihren Alltag einbauen können und gerne in einer Gruppe und unter Anleitung eines Dozenten lernen, ist eine Präsenzveranstaltung eine gute Wahl. Der direkte Kontakt zwischen Dozent und Lerngruppe fördert den aktiven Austausch. Praktische Abschnitte sind bei allen Fortbildungen sinnvoll, bei denen Erlerntes ausprobiert werden soll. Dies können beispielsweise Kurse zum Verbessern von Soft Skillssein.
Für diejenigen, die aus beruflichen oder familiären Gründen keine festen Kurszeiten einhalten können, bietet sich ein Präsenzkurs nicht an. Diese Fortbildungswilligen lernen besser in einem zeitlich und räumlich flexibleren Rhythmus, wie ihn beispielsweise Fernlehrgänge oder E-Learning-Angebote bieten.